James verbindet Stromrechnung, Lastgang und Ihre Vorhaben zu einer belastbaren Analyse. Alle Wirtschaftszahlen sind als indikative Richtwerte markiert und werden final aus der Detailberechnung (P-AEMS) belegt.
Ein Batteriespeicher trägt sich über den gestapelten Nutzen — Peak-Shaving + PV-Eigenverbrauch + vermiedener Netzausbau bei Ladesäulen + THG. Umsetzung in drei Stufen.
| Zählpunkt/Quelle | Jahresenergie | Zeitraum | Lücken |
|---|---|---|---|
| ZP Seehotel (Demo) | 1.398.102 kWh | 2024-01-01–2024-12-31 | 0,0 % |
| Position | Wert |
|---|---|
| Jahresrechnung (brutto) | 172.000 € |
| Verbrauch HT / NT | 910.000 / 488.000 kWh |
| Blindleistung | 62.000 kvarh · cos φ 0,86 · 3.200 €/a |
Hebel: Blindleistung ist für Gewerbe kostenpflichtig — eine Kompensationsanlage (cos φ → ~1) spart sie meist günstig ein.
Demo für Messen & Vorführungen — Zahlen frei erfunden, keine echten Kundendaten. Zeigt das JAMES-Investitionsbild: konservatives Teilbild (Speicher + PV) und Bankfall-Gesamtprojekt inkl. Ladeinfrastruktur.
Diese Angaben des Kunden fließen in die P-AEMS-Analyse ein.
Ein Zählpunkt — aufgeteilt in Heizsaison (Nov–Mär) und Sommer (Apr–Okt). Interaktiv: Maus über die Kurve zeigt die Werte.
| Zielleistung | BESS-Leistung | BESS-Kapazität* | Ø Peak-Reduktion | LP-Ersparnis/a (indik.) |
|---|---|---|---|---|
| 319 kW (P95) | 88 kW | ~523 kWh | 88 kW | ~1.709 € |
| 288 kW (P90) · empfohlen | 119 kW | ~920 kWh | 119 kW | ~2.756 € |
| 243 kW (P80) | 164 kW | ~1.664 kWh | 164 kW | ~4.369 € |
Reihenfolge zählt: Zuerst Lastmanagement (Stufe 1): die steuerbaren Lasten aus dem Bestand aus der Spitze verschieben — kein CAPEX. Erst die verbleibende Restspitze rechtfertigt einen Speicher; die Tabelle unten zeigt den Fall OHNE Lastmanagement (Obergrenze).
Diese Verbraucher aus dem Bestand lassen sich zeitlich verschieben oder kurz unterbrechen — der ERSTE Hebel (kein CAPEX): Lastmanagement senkt die Spitze sofort und verkleinert einen späteren Speicher. Basis für ELWG-Flexibilität ab 2027. Branchen-typische Flex-Lasten (Hotel / Resort / Gastronomie, prüfen ob vorhanden): Wärmepumpe/Heizung (unterbrechbar) · Pool-/Wellness-Heizung & Sauna (thermischer Puffer) · Lüftung/Klima (modulierbar) · Küchen-/Kellerkühlung (thermischer Puffer) · Wäscherei (verschiebbar) · Warmwasserspeicher (verschiebbar).
Steuerbare Lasten + Speicher = Flexibilität: gemeinsam kappen sie Spitzen, heben den PV-Eigenverbrauch und puffern Ladesäulen — oft mit kleinerer Batterie. Ab 2027 macht das ELWG diese Flexibilität zusätzlich vergütbar (siehe Kapitel Regulatorik).
Neue/erweiterte PV verdrängt Netzstrom und senkt die CO₂-Bilanz. Selbstverbrauch UND Einspeisung zählen für die Emissionsvermeidung. Indikativ — belastbare Bilanz aus Ertragssimulation + maßgeblichem Faktor.
Rechnung: 150 MWh/a × 156 g/kWh. Netz-Emissionsfaktor österr. Strommix ~156 g CO₂/kWh (Umweltbundesamt, indikativ); EU-Spanne ~156–275 g/kWh (EEA). Für den formalen EU-/CSRD-Nachweis den maßgeblichen Faktor einsetzen. Spez. Ertrag 1000 kWh/kWp·a (lagetypisch AT, indikativ; genau per PVGIS/Simulation).
Der Standort hat ein Bezugsrecht von 194,0 kW. Zusätzliche Ladesäulen würden die Spitze darüber treiben — das kostet Netzbereitstellung und ggf. Netzausbau. Der Speicher puffert die Ladespitzen und hält die Bezugsspitze im bestehenden Rahmen.
Ladepeak wird vom Speicher abgefangen, nicht vom Netz → einmalige Netzausbau-/Anschlusskosten vermieden plus vermiedener höherer Leistungspreis.
Abgegebener Ladestrom über die Treibhausgas-Quote vermarktbar — laufender Zusatzerlös je MWh/Ladepunkt (anbieterabhängig).
5 Ladestation(en) × 80 kWh/Tag × 360 Öffnungstage = 144.0 MWh/a Ladung. Erlös hängt von der Quelle ab (Netzbezug vs. PV-Überschuss).
THG-Quote Österreich 2026 ~10 ct/kWh — gilt NUR für geeichte Ladestationen; je tatsächlich abgegebener kWh, Meldung ans Umweltbundesamt (anbieterabhängig, Spanne 8–15 ct).
Verkaufspreis 45 ct/kWh BRUTTO (inkl. 20 % MwSt) = 37.5 ct netto. Netzbezug: − Arbeitspreis − Abgaben (8.0 ct, editierbar). PV-Überschuss: − 5 ct.
Steuerbare Verbraucher aus dem Bestand (Wärmepumpe / Heizung, Wellness / Pool-Technik, Kälte / Kühlung) aus der Lastspitze verschieben/unterbrechen. Kein CAPEX, sofort wirksam — und macht einen späteren Speicher kleiner.
BESS nur auf die nach dem Lastmanagement verbleibende Spitze auslegen (siehe Peak-Shaving-Tabelle). Kleinere Batterie = geringere Investition.
Geplante PV (150 kWp) mit Speicher/Lastmanagement koppeln — Eigenverbrauch statt Einspeisung.
Leistung gegen die vereinbarte Grenze (orange = darüber):
Tagesgang (Mittel je Stunde): — heute · — mit geplanten Neulasten
Ergebnis: Die geplanten Neulasten heben die Spitze von 407 auf 506 kW. Das überschreitet die Netzanschlussleistung (380 kW) um 126 kW — dafür fielen rund 8.757 €/a zusätzlicher Netz-Leistungspreis an (SNE-V 2026). Ein Speicher mit 126 kW / 953 kWh hält die Spitze darunter und vermeidet diese laufenden Mehrkosten (plus das einmalige Netzbereitstellungsentgelt).
Ist-Überschreitung heute: Schon heute übersteigt die gemessene Last die vereinbarte Leistung (380 kW) an 125 Zeitpunkten (~31,2 h/Jahr), bis zu 28 kW darüber — jede Überschreitung kostet Netzentgelt; Peak-Shaving vermeidet sie.
Speicher-Auslegung (daraus): 126 kW / 953 kWh, um unter der Netzanschlussleistung zu bleiben.
Geplante Neulasten:
Annahmen (editierbar):
Bewusst vorsichtig gerechnet — nur Peak-Shaving und PV-Eigenverbrauch, ohne Förderung und ohne Ladefall. Das Gesamtbild steht direkt darunter.
| Nutzen p.a. | Betrag |
|---|---|
| Peak-Shaving (Leistungspreis, P90) | 1.545 €/a |
| PV-Eigenverbrauch (Annahme 40 %) | 5.865 €/a |
| Summe Nutzen (Jahr 1) | 7.410 €/a |
| Kapitalwert (NPV) | -96.668 € (15 J, 4,0 % Zins) |
Annahmen (editierbar):
Förderungen (EAG, UFI, Landes-/Bundesprogramme) NICHT abgezogen — aktuelle Sätze siehe Förderatlas des BMK bzw. PV Austria; senken die Investition zusätzlich.
| Basis-Nutzen p.a. (harte Zahlen) | Betrag |
|---|---|
| Peak-Shaving (Leistungspreis, P90) | 1.545 €/a |
| PV-Eigenverbrauch (Annahme 40 %) | 5.865 €/a |
| Ladestrom-Verkauf (Marge, stabil) | 28.404 €/a |
| Summe Basis-Nutzen (Jahr 1) | 35.814 €/a |
| Kapitalwert (NPV) | 224.120 € (15 J, 4,0 % Zins) |
Ladeinfrastruktur: Die Ladeinfrastruktur (50.000 €) trägt sich allein aus der Stromverkauf-Marge (28.404 €/a) in rund 1,8 Jahren — ohne THG, ohne Förderung.
Zusätzliche Upside (bewusst NICHT in die Amortisation eingerechnet):
THG-Hinweis (auch für die Bank): THG-Quote als Chance, nicht als Fixgröße: gilt in Österreich immer nur für 1 Jahr, die Höhe wird von der E-Control jährlich verlautbart. Künftige Jahre mitnehmbar, aber nicht garantiert.
Kernaussage: Das Projekt trägt sich mit den harten Zahlen — ohne auf THG oder Förderung angewiesen zu sein.
Ein Batteriespeicherraum gilt als Raum mit erhöhter Brandgefahr. Faustregeln: bis 20 kWh je Brandabschnitt oft ohne Zusatzmaßnahmen; darüber (euer Speicher ~mittlere kWh) Brandabschnitt, Rauchmelder, Lüftung, Abstände; ab 1 MWh Zusatzmaßnahmen (Löschwasser-Einbring-/Rauchableitöffnungen, Notfallplan). Bestimmt die Standortwahl (eigener Raum / Outdoor-Container). Quellen siehe Kapitel 10.
Ergänzend: TRVB (vorbeugender Brandschutz), ÖVE/ÖNORM E 8101 (Elektroinstallation), Hersteller-Aufstellvorgaben sowie das MVBÖ-Merkblatt Lithium-Ionen-Akkus der Brandverhütungsstellen. Vor Standort-Fixierung mit der örtlichen Brandverhütungsstelle abstimmen.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ELWG) löst das ElWOG ab und verändert ab 2027 u.a. Netztarif-Struktur, dynamische Tarife, Energiegemeinschaften und Flexibilität. Tendenz leistungs-/flexibilitätsorientiert — das stärkt Speicher + Lastmanagement. OIB RL 6 (Energieeinsparung) nur mit Gebäudedaten voll nachweisbar.
Für die Auslegung von Speicher, Wechselrichter und Ladeinfrastruktur braucht der Elektriker gute Fotos vom E-Verteiler / Zählerschrank. Ohne diese Aufnahme lässt sich der Anschluss nicht seriös planen — sie ist der erste konkrete Schritt vor jedem Angebot.